Mittwoch, 11. Juni 2008

Pressemitteilung: „Sechs hessische Richter brechen Verfassung“

Der Studierendenverband DIE LINKE.SDS ist empört von dem heute gefällten Urteil des Staatsgerichtshofes - Politischer Kampf gegen Studiengebühren ist noch nicht verloren

Jan Schalauske vom Bundesvorstand von Die Linke.SDS erklärt zum Urteil der Richter: "Sechs Richter haben die Verfassung gebrochen. In einem politischen Urteil erklärten sie die Verschuldung mit Darlehen für die Studiengebühren für zumutbar. Die fünf unterlegenen Richter erklärten zu Recht, das Urteil werde der Verfassung nicht gerecht, sondern verkehre «Wortlaut und Sinn geradezu in ihr Gegenteil». Denn die Verfassung betont die Unentgeltlichkeit von Schule und Hochschule. Ein noch so gut ausstaffiertes Darlehensystem kann den Studierenden helfen, sondern verschärft die Schuldenkrise."

Jan Schalauske weiter: "Die sechs Richter stellen sich mit dem Urteil gegen 71.000 hessische Bürgerinnen und Bürger, die die Gebührenfreiheit der Bildung verteidigten. Der Hessische Landtag muss nun die Gebühren politisch abschaffen und den Willen der hessischen Bürgerinnen und Bürger umsetzen. Wir begrüßen hier insbesondere den Antrag der Fraktion DIE LINKE, die gezahlten Gebühren zurückerstatten und fordern SPD und Grüne auf, den Antrag zu unterstützen. Dies untermauert die Kritik an Studiengebühren. Die 90 Millionen Euro, die bisher durch die Studiengebühren eingenommen worden sind, gehören den hessischen Studierenden, die diese dringend brauchen.“

Die LINKE.SDS zweifelt das Urteil an. „Das Urteil wurde politisch gefällt und nicht juristisch, denn die Zusammensetzung der Richter erfolgt auf der politischen Ebene“, konstatiert Konstantin Bender vom Bundesvorstand DIE LINKE.SDS. „Studiengebühren sind politisch zu bekämpfen und das werden wir auch weiterhin tun, sie lösen keine Probleme und vor allem nicht die Unterfinanzierung der Hochschulen. Wir fordern ein konsequentes Umdenken in der Politik. Mit einem anderen Steuersystem kann der Staat die Hochschule finanzieren und das ist seine Aufgabe und nicht die Aufgabe von Studierenden. Den Protest in Hessen werden wir weiterhin unterstützen und wir rufen alle auf, sich an den kommenden Demonstrationen zu beteiligen“ so Bender abschließend.

Hier ein Artikel der FR zum Thema:
http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1349244

Samstag, 7. Juni 2008

Aktionen für die endgültige Abschaffung der Studiengebühren!

Liebe Studierende der Universität Frankfurt,
Liebe Gebührengegnerinnen und Gebührengegner,

Koch übt mit der Unterschriftsverweigerung einen bürokratischen Anschlag auf Demokratie im allgemeinen und auf unsere berechtigten Anliegen zur Abschaffung der Studiengebühren! Er ignoriert den demokratischen Willen der Bevölkerung und steigert seine Angriffe auf uns, indem er ein technischen Formfehler zu Anlass nimmt. Seine Spekulation ist, dass das Verfassungsgericht die Einführung der Studiengebühren für verfassungsmäßig erklärt und somit Koch seine Unterschrift für den neuen Entwurf verweigern kann.

Der AStA hat bereits zu einer Vollversammlung am Dienstag um 12 Uhr in Bockenheim aufgerufen. Die VV ist der Startschuss für die Ausweitung unserer Aktionen auf der Straße. Dafür müssen wir mit allen Kräften mobilisieren!

Die LAK hat sich getroffen, um eine landesweite Koordination der Aktionen zu besprechen. Während die nächsten Aktionen besprochen wurden, haben bereits in Kassel, Marburg und Gießen sind die Studierenden spontane Demos organisiert.

Jetzt hängt alles von unseren nächsten Aktionen ab, ob wir die Studiengebühren endgültig gemeinsam begraben können!

Mobilisiert eure persönliche Umgebung für die unten aufgeführten Aktionen!

Aktions-Termine:

  • Sonntag, 08.06.2008 um 18 Uhr, Protest-Plenum im Studierendenhaus zur Vorbereitung der VV am Dienstag.
  • Montag, 09.06.2008 um 10Uhr, Mobilisierungs-Aktion für die VV am Dienstag(in den Seminaren und auf dem Campus)
  • Dienstag, 10.06.2008 um 12 Uhr, VV der Uni auf dem Campus Bockenheim und anschließend Demo!
  • Mittwoch, 11.06.2008 um 18 Uhr, Demo "Frust und Lust", Südbahnhof Sachsenhausen.
  • Donnerstag, 12.06.2008 um 16 Uhr, LAK-Treffen im Studierendenhaus Bockenheim
  • Donnerstag, 12.06.2008 um 19 Uhr, Diskussions-Veranstaltung zur Stiftungsuni im Studierendenhaus Bockenheim

Dienstag, 3. Juni 2008

2. Bundeskongress von DIE LINKE.SDS am 20.-22. Juni in Marburg

Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Studierende der Uni FFM,

hiermit möchten wir Euch zum 2. Bundeskongress (BuKo) von Linke.SDS einladen. Auf dem BuKo wird die Politik des Verbandes für das nächste Jahr diskutiert und schließlich beschlossen.

Dieses Mal wird auch ein komplett neuer Bundesvorstand für das nächste Jahr gewählt. BILANZ 1 JAHR LINKE.SDS Nach einem Jahr Existenz können wir auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken: Die G8-Proteste in Heiligendamm, eine erfolgreiche Herbstakademie in Lage/Hörste, viele Hochschulgruppen- und Landesverbands-Gründungen und schließlich die überwältigende Resonanz auf die Initiative einen Kongress zum Thema "40 Jahre 1968" aus der Perspektive heutiger Studierende zu machen.

Auf dem BuKo wollen wir das letzte Jahr mit seinen facettenreichen Ereignissen ebenso reflektieren und die Planung neuer Projekte und Initiativen angehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du (auch wenn Du in einer Hochschulgruppe nicht aktiv bist) bei diesem Ereignis mit dabei bist.

Euer Bundesvorstand

alle Infos zum Kongress:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article191

Anmeldung zum Kongress:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article190

Linkskontrovers No. 2 mit aktuellen Debatten, Anträgen und Bewerbungen zum BuKo:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article193

Voschläge für die neue Fahne von DIE LINKE.SDS:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article192

Montag, 2. Juni 2008

Podiumsdiskussion "Studiengebühren, Stiftungsuni - Der Anfang oder das Ende?"

Achtung! Terminänderung!

Modularisierung der Studiengänge, Einführung von Studiengebühren und Abbau von "Orchideenfächer" ist nicht Neues. Beschneidung der demokratischen Mitbestimmung oder Gängelung der studentischen Selbstverwaltung auch nicht. Aber die Universität
Frankfurt am Main ist seit Januar nun eine Stiftungsuniversität.

Gemeinsam mit Carmen Ludwig (GEW) und Wolfgang Richter-Girard (ver.di, Personalrat Uni FfM) sowie David Malcharczyk (AStA-Referent für Hochschulpolitik und Politische Bildung, Uni FfM) wollen wir die Auswirkungen dieser Umwandlung auf die Uni ergründen und diskutieren.

Neuer Termin: Donnerstag, 12.6 2008 um 19.00 Uhr im Studierendenhaus, 1. OG, Raum K2, Campus Bockenheim