Montag, 26. Mai 2008

Themenabend + Diskussion "Krieg im Irak, Krieg in Afghanistan - und nun? Eine kritische Betrachtung moderner Staatenkonflikte"

"Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt."
Ex-Verteidigungsminister Peter Struck

Seit Jahren sind deutsche Soldaten nun wieder in der Welt unterwegs. Meist mit der Begründung der "humanitären Intervention". Doch was bedeutet denn eine militärische Intervention für einen Staat? Gibt es überhaupt "humanitäre Interventionen"?

Einsteigen wollen wir mit einem kurzen Inputreferat von Dr. Tobias ten Brink (Autor des Buches Staatenkonflikte) und dann gemeinsam unseren Fragen nachgehen.

Eingeladen ist jede und jeder um gemeinsam zu diskutieren, ob radikale Pazifistin oder Befürworter einer militärischen Intervention.

Mittwoch, 28.5.2008 ab 19:00 Uhr
Studierendenhaus 1. Stock, Raum K2, Campus Bockenheim

Zur Einführung in das Thema sind hier aktuelle Artikel von der Informationsstelle Militarisierung (IMI). Bei den Texten handelt es sich im einzelnen um:

zwei Artikel von Jürgen Wagner, die das militärische Engagement Deutschlands in Afganistan behandeln:
http://www.imi-online.de/fpdf/index.php?id=1694
http://www.imi-online.de/download/IMI-Analyse2008-01.pdf

ein etwas längerer Text vom gleichen Autor, der die Interessenslage insbesondere auch der deutschen und europäischen Wirtschaft in Bezug auf Sicherung der Rohstoffversorgung weltweit behandelt:
http://www.imi-online.de/download/JWAUSDRUCK2008-01.pdf

und ein Text zu den weltweiten Einsetzen der Bundeswehr:
http://www.imi-online.de/download/PodioumPAUSDRUCK2008-01.pdf

Mittwoch, 7. Mai 2008

"Das Kapital" lesen! Ab Oktober auch an der Uni Frankfurt


Der Studierendenverband Die Linke.SDS plant ab dem Wintersemester 2008/09 das bundesweite Projekt „Das Kapital lesen!“. In selbst organisierten Lesekreisen soll der Klassiker von Karl Marx an den deutschen Hochschulen neu gelesen werden. Ziel ist es in allen Bundesländern vertreten zu sein.

Dazu erklärt Erik Richter, Mitglied im Bundesvorstand von Die Linke.SDS: „Während die letzten marxistischen Lehrstühle gestrichen oder anders besetzt werden, wollen wir Marx zurück an die Uni und auch an die Fachhochschulen bringen.“

Nele Haas, eine der Organisatorinnen des Projektes, weist auf die Verbindung zu heutigen politischen Bewegungen hin: „Zum G8-Gipfel letztes Jahr gingen zehntausende Studierende und junge Menschen auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit mit dem bestehenden System auszudrücken. In ihrem Kampf gegen Studiengebühren besetzten tausende hessische Studierende Autobahnen und Bahnhöfe. Es gibt eine neue Aktivistengeneration, der wir das notwendige theoretische Werkzeug an die Hand geben wollen, um die Gesellschaft zu verändern. Die fundierte Analyse und Kritik des Kapitalismus ist eine zentrale Voraussetzung, um ihn emanzipatorisch zu überwinden.“

Die Linke.SDS wird dabei unterstützt von einigen der bekanntesten kritischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland, so z.B. Elmar Altvater, Sabine Nuss, Frank Deppe oder Michael Heinrich.

Heinrich betont die heutige Relevanz des marxschen Hauptwerkes: „Auch 140 Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes hat Das Kapital nicht an Aktualität verloren, weil Marx ökonomische, soziologische und politikwissenschaftliche Fragen in einer Weise zusammen denkt, wie es seither niemand mehr geschafft hat. Auch wenn man an einzelnen Antworten von Marx Kritik hat, an den von ihm aufgeworfenen Fragen, kommt niemand vorbei, der den Kapitalismus einigermaßen angemessen analysieren will.“

Auch an der Uni Frankfurt beteiligt sich die Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS an der Kapital-Lesebewegung ab dem Wintersemester 2008/2009. Interessierte können sich dazu gerne bei uns melden!

Weitere Informationen unter www.kapital-lesen.de

Über 1600 Teilnehmende auf dem Kongress "40 Jahre 1968 - Die letzte Schlacht gewinnen wir!"

Am vergangenen Wochenende fand der größte Kongress zur 1968-Revolte in Berlin statt. Von Freitag bis Sonntag diskutierten an der Humboldt-Universität über 1600 Teilnehmende mit über 100 ReferentInnen in Workshops und Podien. Der Kongress unter dem Slogan „40 Jahre 1968 – Die letzte Schlacht gewinnen wir“ ist der einzige studentisch organisierte Kongress zu 1968 in diesem Jahr.

Auch aus Frankfurt nahmen über 50 Personen am Kongress teil. Wir freuen uns über die gute Resonanz! Der Kongress zeigt, dass gerade jetzt die Zeit reif ist für eine fundamentale Kritik von Links in Gesellschaft und Hochschule!

Die Pressemitteilung des Bundesvorstandes kann hier nachgelesen werden:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article184

Weitere Presseresonanz zum Kongress kann hier abgerufen werden:
http://www.linke-sds.org/spip.php?article185

Beschreibungen zum Konzept, Programm und Podien befinden sich hier:
http://www.1968kongress.de