Dienstag, 13. November 2007

Islamische Bedrohung? Oder ein neuer Rassismus?

Rechtsradikale Parteien wie der „Vlaams-Blok“ in den Niederlanden, die FPÖ in
Österreich, der FN in Frankreich und die NPD in Deutschland setzen auf Parolen gegen Muslime und gewinnen Wähler. Die NPD führt bundesweite Kampagnen gegen den Bau von Moscheen und gegen die "Islamisierung Deutschlands".

Gleichzeitig werden Muslime seit dem 11. September 2001 insbesondere von
Innenministern wie Schäuble unter Generalverdacht gestellt. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) fordert eine Pflicht für Imame, in Moscheen in deutscher Sprache zu predigen, Markus Söder (Europa-Minister der CSU) propagiert eine "christlich-abendländische Leitkultur" für die EU und fordert einen "klaren Kurs gegenüber dem Islam". Medien und Pressewesen proklamieren das "Scheitern der multikulturellen Gesellschaft" und warnen vor "muslimischen Parallelgesellschaften" und „Islamistenghettos“, die sich zu „tickenden Zeitbomben“ entwickelt hätten (FOCUS).

Wir wollen der Frage nachgehen, was diese Aussagen und Kampagnen für Folgen
haben und ob sich mit dem Feindbild Islam eine neue Form des Rassismus in Europa und in Deutschland entwickelt. Außerdem möchten wir diskutieren, wie sich die Linke dazu verhalten sollte.

Di., 27. 11. 2007, 19 Uhr Studierendenhaus
Campus Bockenheim (Café KoZ)

Eine Diskussionsveranstaltung mit:


Prof. Werner Ruf
, Universität Kassel

Hans Christoph Stoodt, Anti-Nazi-Koordination Frankfurt/M
Moderation: Pajaré Heydari, SDS Darmstadt


Mit Ausstellung Bilderwelten - Weltbilder und Filmausschnitten von der NPD-Demo in Frankfurt-Hausen.